Viechtach

 

Der Pfahl,
ein weithin sichtbares Quarzriff, dass zu den bedeutensten
geologischen Naturdenkmälern Bayerns zählt. Fast schnurgerade
verläuft er auf einer Länge von über 150 km von Fürholz bei
Freyung im Unteren Bayerischen Wald bis nach Schwarzenfeld
in der Oberpfalz.

Markanteste Punkte: Der "Große Pfahl" bei Viechtach an der
B 85 Richtung Cham, der Pfahl bei der Burgruine Weißenstein
(Regen) und der Pfahl bei Schloß Thierlstein (Cham).

Teufelsmauer, Hexenwerk sind die volkstümlichen Bezeich-
nungen für den Pfahl (von lat. palladius = bleich, fahl)
die erkennen lassen, dass die bizarren weißen Felsen
schon früh die Phantasie der Menschen beschäftigt haben.

Auch die Wissenschaft lieferte mehrere Theorien zur
Entstehung des Pfahls. Erst der Mineraloge
Richard Hoffmann stellte 1962 fest, dass der Pfahlquarz
ein kompliziertes Fieder- und Scherspaltensystem füllt und
nicht wie lange Zeit angenommen, eine einfache, durch-
gängige Erdspalte. Dieses Spaltensystem entstand entlang
einer tektonischen Bruchlinie bereits zu Beginn der variskischen
Gebirgsbildung. Längs dieser Verwerfungszone wurde das Gestein
stark beansprucht und zerrieben. Es entstanden morphologisch
weiche Gesteine, sogenannte Pfahlschiefer. Gegen Ende der
variskischen Gebirgsbildung (vor etwa 250 Millionen Jahren)
drang heißes, kieselsäureartiges Wasser aus dem Erdinneren
in das Spaltensystem ein. Noch unterhalb der Erdoberfläche
kristallisierte es zu Quarzgestein aus. Die Freilegung des
Quarzganges erfolgte im Laufe der Jahrmillionen durch
Verwitterung und Abtragung des angrenzenden Gesteins.

Der milchig-weiße Pfahlquarz besteht zu 95-98 % aus
Kieselsäure (SiO2). Gelbliche bis schwach rötliche und
graue Farbvarianten werden durch geringe Anteile von
Eisenverbindungen und Verunreinigungen durch
Pfahlschiefer verursacht.

Zwei bequeme Rundwanderwege unterschiedlicher Länge
sowie der Pfahlwanderweg bieten Ihnen die Möglichkeit,
die Natur am Pfahl zu erleben. Sie erfahren dabei Wissens-
wertes zur Geologie und zur Tier- und Pflanzenwelt
dieses eindrucksvollen Naturdenkmals. Die ehemalige
Verladestation, die dazugehörige Bremsstation und die
alte Schmiede am aufgelassenen Steinbruch sind
Zeugnisse des Industriellen Quarzabbaus.

Gläserne Scheune

Rauhbühl 3 -
Zwischen Viechtach und Schönau
94234 Viechtach

Tel. 09942 /8147
Fax 09942 /904466
info@glaeserne-scheune.de
http://www.glaeserne-scheune.de

1. April bis 30. September täglich von 10.00 - 17.00 Uhr
1. Oktober bis 31. Oktober täglich von 10.00 - 16.00 Uhr

Der Tipp für alle, die was wirklich Außergewöhnliches sehen
möchten. Am Anfang war die Scheune. Seit 1980 verwandeln
der Künstler Rudolf Schmid sen. und seine Familie das
Gebäude in ein Gesamtkunstwerk, das in seiner Art einmalig ist.
Die ganze Giebelseite (ca. 10 x 7 m) zeigt die Lebensgeschichte
des Bayerwaldpropheten Mühlhiasl, in ausdrucksvollen Bildern
auf Glas gemalt. An der Längsseite der Scheune befindet sich
ein 10 x 8m großes Glasgemälde über die berühmtberüchtigte
Gestalt "Räuber Heigl".
Weiter zu sehen sind: Glasgemälde "Hl. Franziskus"
2,80 x 10 Meter Glasbild "Agnes Bernauer" 4 x 3 Meter
" Austen - das Leben eines Glasveredlers aus dem
Sudetenland"- sechs mit Bleistift bezeichnete Scheiben
á 1,20 x 1,80 Meter" Mühlhiasl"-Symbolische Darstellung
ca. 9 x 7 Meter" Rauhnacht"- ein reich beschnitztes
Scheunentor 3,80 x 3,50 Meter Seit 1998 werden die
Besucher vom Rauhbühler Riesen begrüßt,
dessen monumentaler Kopf verschmitzt vom Turm schaut.