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Nationalpark-Informationszentrum " Haus
zur Wildnis"
Seit 5. August lädt das neue Nationalpark-Informationszentrum
"Haus
zur Wildnis" in Ludwigsthal die Besucher zu einem
einzigartigen Erlebnis
rund um das
Thema Wildnis und
Walderleben ein.
Hier im ältesten Nationalpark Deutschland
darf sich die Natur wieder
nach ihren
eigenen Gesetzen
entfalten und Inseln der Wildnis schaffen. Diese
einmalige
Entwicklung wird im Haus zur Wildnis dargestellt. Auf einer
3-D-Wildnisreise
im Kino und bei verschiedenen Ausstellungen
erlebt man, dass es Wildnis nicht
nur in Afrika gibt.
Ein Wurzelgang entführt zu einer abenteuerlichen
Entdeckungsreise durch den Boden. Man erlebt eine
geheimnisvolle,
wunderbare
Wildnis zum Hören, Riechen,
Schmecken, Fühlen und Staunen.
Das
Tierfreigelände rundet
das Erlebnisprogramm ab. Ein bequemer Spazierweg
führt auf Stegen durch die naturnah gestalteten Gehege
zu Luchs, Wolf,
Wildpferd und Urrind. Der 20 Meter hohe
Aussichtsturm bietet eine fantastische
Rundumsicht auf das
Wolfsgelände, die Baumwipfel und das Bayerwaldpanorama.
In der Steinzeithöhle wird das Fenster in die Vergangenheit,
in die
Eiszeit, geöffnet.
Zudem gibt es im Haus zur Wildnis ein
Restaurant
mit regionaler Küche und einen
Laden mit ausgewählten Souvenirs.
Der Eintritt ist kostenlos.
Das Bauernhausmuseum
in Lindberg bei Zwiesel, urkundlich 1575 zum ersten Mal
erwähnt
(wahrscheinlich noch viel älter), legt davon ein
beredtes
Zeugnis ab.
Haupthaus und Austragungshaus,
ganz in Holzbauweise erstellt und
unter größten Schwierig-
keiten renoviert und restauriert, gelten
als die
letzten
Zeugen bäuerlicher Wohnhauskultur. Zusammen mit einer
der letzten Holzkapellen des Bayerischen Waldes bietet
sich hier
dem Betrachter
ein Gesamtvild, wie es im
Bayerischen Wald früher
einmal war.
Raum 1: Altbayerische Kuchl
Dieses Kuchl (Küche), das "Herz" jedes Bauernhauses,
soll mit
ihren Einrichtungsgegenständen einen Eindruck
der früheren Kochgewohnheiten
wiedergeben.
Raum 2: Die Stube
In der Stube spielte sich das Geschehen der ganzen
Familie mit den Kindern,
Knechten und Mägden ab.
Dort entstanden beim Weben und Spinnen an langen
Winterabenden jene Sagen und Märchen von Druden,
Hexen und übersinnlichen
Erscheinungen, die das Brauchtum
im Bayerischen Wald eintscheidend beeinflußt
haben.
Die Einrichtung der Stube wurde aus der Umgebung zusammen-
getragen,
besonders erwähnenswärt sind außerdem die Haustüre
und Stubentüren,
die wohl im bayerischen Raum von einmaliger
volkskundlicher Bedeutung sind.
Raum 3: Die Schlafkammer
Die Schlafkammer im Erdgeschoß mit dem reichbemalten
Ehebett und den
Bauernschränken war dem Bauern und seiner
Frau vorbehalten. Besonders
von Bedeutung ist der kleine
Schrank,
ein Mittelding in der Entwicklung von
der Truhe zum
Bauernschrank,
wahrscheinlich um 1760, während die
Bauernschränke
des Museums
aus der Zeit zwischen
1770 bis 1880 datieren. Die junge Bäuerin
trägt die frühere
Tracht aus der Gegend.
Raum 4: Die Speis
In der Speis (Speisekammer) finden sich zahlreiche
Gerätschaften,
die
eine Bauersfamilie benötigte,
angefangen von den Butterfässern
und
Waggen
bis hin zum Krautfaß und dem Backtrog.
Raum 5: Sonderausstellung
Raum6: Land und Leute aus dem Sudetenland:
Vom Böhmerwald übers Egerland, das Erzgebierge, das
Mittelgebirge,
das Elbtal und das Riesengebirge reicht es
bis zum Schönhengstgau
und
bezog zahlreiche Sprachinseln
mit ein. Aus ihrer Geschichte,
ihrem Schicksal,
ihrer kulturellen
und wirtschaftlichen Vielfalt
soll ein kleiner Ausschnitt
gezeigt werden.
Raum 7 und 8: Gesindekammern
In den Gesindekammern war das Schlafen manchmal nicht sehr
angenehm,
wenn
Regen und Schnee durch das Schindeldach
drangen. Die Kammern mit
den Bauernschränken,
Betten und
Truhen
stammen ebenfalls aus der Gegend.
Die Tracht des
Mannes
ist typisch für die Kleidung früherer Jahrhunderte
im Mittleren
Bayerischen Wald.
Raum 9: Landwirtschaftliche
Geräte
In dieser Abteilung befindet sich eine Sammlungvon alten
Pflügen,
verschiedene
Arten von Dreschmaschinen aus Holz
bis hin zu Geräten
der Flachsbearbeitung,
Schlitten
und Schreinerwerkzeugen.
Raum 10: Stallung
Raum 11: Gunteri-Hopsen
Vor Jahrhunderten wurde der selige Guntheri als Mönch
und Kolonisator
auch im Raum Lindberg verehrt. Hinter
dem Museum führte der Guntheri-Steig
(heutige Kramerstraße)
nach Böhmen. An manchen Orten gab es
Guntheri-Figuren
mit beweglichem Kopf. Wer ein Anliegen hatte,
hob (hopste)
den seligen Guntheri.
Nickte er dabei mit dem Kopf,
ging das Anliegen in Erfüllung, so die Überlieferung.
Insbesondere bei heiratswilligen Mädchen war dieser Brauch
sehr beliebt.
Auch die Museumsbesucher können den
Guntheri hopsen!
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